Vergabekarte
VergabeEx-ante-TransparenzEU-weitDienstleistungenveröffentlicht

Tag der Handschrift

Lage: Wiesbaden (kreisfreie Stadt), Hessen

Beabsichtigte Direktvergabe (Ex-ante-Transparenz)

Die Vergabestelle gibt bekannt, den Auftrag ohne vorherige Ausschreibung an das genannte Unternehmen vergeben zu wollen. Das ist noch kein geschlossener Vertrag; diese Bekanntmachung zählt nicht in Vergabestatistiken.
Auftragswert
nicht veröffentlicht
Vorgesehener Auftragnehmer
Angebote
nicht veröffentlicht
Bekannt gemacht
Fr., 17.07.2026

Vorgesehene Vergabe

Zuschläge nach Losen
AuftragnehmerAngeboteAuftragswertZuschlag
Stiftung HandschriftKleines Unternehmennicht veröffentlichtkein Wert veröffentlichtnicht veröffentlicht

Beschreibung

Förderung der Schreibkompetenz durch den Schülerwettbewerb "Tag der Handschrift".

Gegenstand des Loses

Durchführung eines Schreibwettbewerbs "Tag der Handschrift" für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 und 7.

Zusätzliche Informationen

"Die Zustimmung zur Verlängerung des Schreibwettbewerbs "Tag der Handschrift" der Stiftung Handschrift für Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 6 und 7 wurde seitens der Hausspitze des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen im November 2025 erteilt. Die Fortsetzung des Wettbewerbs an den Schulen soll ab August 2026 beginnen und am 31.07.2031 enden. Die unterrichtliche Situation in den Schulen, in der ausgeprägte Schreibkompetenzdefizite bei den Schülerinnen und Schülern deutlich werden, erfordert eine Verlängerung dieses Schülerwettbewerbs. Ziel dieses …

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"Die Zustimmung zur Verlängerung des Schreibwettbewerbs "Tag der Handschrift" der Stiftung Handschrift für Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 6 und 7 wurde seitens der Hausspitze des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen im November 2025 erteilt. Die Fortsetzung des Wettbewerbs an den Schulen soll ab August 2026 beginnen und am 31.07.2031 enden. Die unterrichtliche Situation in den Schulen, in der ausgeprägte Schreibkompetenzdefizite bei den Schülerinnen und Schülern deutlich werden, erfordert eine Verlängerung dieses Schülerwettbewerbs. Ziel dieses Schülerwettbewerbs ist es, die Weiterentwicklung und Festigung der Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Schülerinnen und Schüler benötigen Schreibkompetenz, um schreibbezogene Aufgaben in allen Fächern bewältigen zu können. So zum Beispiel um schriftliche Arbeitsaufträge zu bearbeiten, Notizen anzufertigen und fachbezogene Texte zu verfassen. Außerdem ist Schreibkompetenz im Alltag sowie für individuelle Zwecke erforderlich.
In den Ausführungen des Berichts des BiSS-Transfers 2020 (www.biss-sprachbildung.de/angebote-fuer-die-praxis/jahrestagungen/biss-jahrestagung-2020/) - BiSS ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz zum Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung - wird aufgezeigt, dass zu viele Kinder und Jugendliche trotz bestehender Fördermaßnahmen und Fortbildungen von Lehrkräften nicht über ausreichende literale Kompetenzen verfügen. So erreichen am Ende der 4. Klasse 22% der Grundschülerinnen und Grundschüler und am Ende der 9. Jahrgangsstufe 14% der Schülerinnen und Schüler den Mindeststandard im Bereich Orthographie. Des Weiteren gelingt es 35% der Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse nicht, einen Text sprachformal korrekt zu verfassen, so dass das kommunikative Ziel des Textes gefährdet ist.
Schreiben ist ein komplexer und mehrjähriger Lernprozess. Bei der Entwicklung der Schreibkompetenz braucht es Schreibentwicklungsaufgaben, Schreibmethoden und Schreibformate, die in der Anfangsphase die Entwicklung von "hierarchieniedrigen" Schreibfähigkeiten mit der Hand fördern. Hierzu gehören das flüssige und lesbare schriftliche Formulieren sowie das automatisierte orthographische und motorische Verschriften. Bei der Entwicklung der "hierarchieniedrigen" Schreibfähigkeiten nimmt das Schreiben mit der Hand eine bedeutende Rolle ein, weil es verschiedene Kompetenzen fördert: Inhalte werden besser verstanden, Kreativität und Erinnerungsvermögen steigen, Texte sind fundierter und klarer strukturiert und weisen individuellere und prägendere Inhalte auf.
In der weiteren Entwicklung geht es um die "hierarchiehohen" Schreibfähigkeiten, wie zum Beispiel um den Einsatz von Schreibstrategien, den Erwerb von Textmusterwissen, Antizipation des Adressaten, die Fähigkeit sich selbst zu motivieren und das Überwachen des eigenen Vorgehens beim Schreiben.
Der Schülerwettbewerb "Tag der Handschrift" der Stiftung Handschrift setzt sowohl bei der Entwicklung der "hierarchieniedrigen" als auch der "hierarchiehohen" Schreibfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und wendet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7. Die Stiftung engagiert sich für den Erhalt der Schreibschrift und wirbt für ausreichendes Training und Förderung der Schreibschrift an Schulen. Denn nicht nur das flüssige und lesbare schriftliche Formulieren wird beim Schreiben mit der Hand gefördert, sondern ebenfalls Kreativität und Individualität.
So erhalten die Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme am Schülerwettbewerb "Tag der Handschrift" die Aufgabe, einen handgeschriebenen Brief zu einem bestimmten Thema an eine nahestehende Person zu verfassen, in dem sie ihre individuellen Gedankengänge, Meinungen und Emotionen lesbar, strukturiert und fantasievoll zum Ausdruck bringen sollen.
Das jährlich neu definierte Thema greift hierbei schülerspezifische Themen der entsprechenden Altersgruppe auf und motiviert, den Schreibprozess aufzunehmen und mit der Hand zu schreiben. Besonders motivierend ist darüber hinaus die Tatsache, dass der "Tag der Handschrift" als Wettbewerb ausgerichtet wird. Das animiert die Schülerinnen und Schüler ganz besonders die Schreibaufgabe zu erfüllen. Denn Schülerwettbewerbe beflügeln das Lernen und bieten Schülerinnen und Schülern wertvolle Chancen, sich auszuprobieren und die eigenen Talente und Begabungen zu entdecken.
Der Schreibwettbewerb basiert auf drei Komponenten:
Teilnahme:
Die Schülerinnen und Schüler schreiben in einer Unterrichtsstunde einen handschriftlichen Brief zu einem jährlich wechselnden schüleransprechenden Thema. Die Lehrkräfte senden diesen an die Stiftung Handschrift. Eine Jury entscheidet über die gelungensten Briefe. Die 100 besten Beiträge werden in einem Buch veröffentlicht und die Preisträgerinnen und Preisträger in einem Festakt geehrt.
Bewusstsein:
Im Kontakt mit den Schulen werden ebenso die Lehrkräfte für das Thema "Handschrift" sensibilisiert und angeregt, im Schulalltag bewusst Schreibphasen einzubinden, in denen die Schülerinnen und Schüler mehr mit der Hand schreiben.
Unterstützung:
Die Schülerinnen und Schüler erhalten über Peer-Tutoring-Programme konkrete Hilfe: Ältere Schülerinnen und Schüler fungieren als Schreibpatinnen und Schreibpaten - unterstützt durch Expertinnen und Experten - und geben ihr Wissen an jüngere Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Schreib-AG weiter.

Es gibt keinen vergleichbaren Wettbewerb und kein vergleichbares Bildungsprogramm im Bereich der Förderung der Schreibkompetenz, welches in der Art und Weise Schülerinnen und Schüler unterstützt, ihre Schreibkompetenz weiterzuentwickeln und zu festigen.
Außerdem gibt es keine andere vergleichbare Organisation, die im Bereich der Förderung der "hierarchieniedrigen" und gleichzeitig der "hierarchiehohen" Schreibfertigkeiten mit datenbasierten Erfahrungswerten, der Expertise und der Professionalität konkurrieren kann und ein solches Angebot für die schulische Praxis offerieren kann.
Andere Anbieter im Bereich der Förderung der Schreibkompetenz stellen Handreichungen zur Verfügung oder veröffentlichen Fachbücher. So etwa das Mercator Institut für Sprachförderung, das die Handreichung "Schreibkompetenz fördern" (zu finden unter www.mercator-institut-sprachfoerderung.de) online zur Verfügung stellt. In dieser wird schwerpunktmäßig die Entwicklung der Schreibkompetenz mit digitalen Medien beschrieben und deren Umsetzungsmöglichkeiten an Schule. So gibt es viele theoretische Materialien zur Förderung der Schreibkompetenz, jedoch keines, das Wettbewerbscharakter besitzt und zugleich Schulen unterstützt.

Des Weiteren ist die hohe Teilnahmezahl der Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb ein deutliches Indiz für dessen Qualität und Attraktivität. Sie zeigt, dass der Wettbewerb nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern auch die Interessen und Bedürfnisse der Lernenden anspricht. Besonders hervorzuheben ist die motivationale Ausrichtung. Das Konzept und die Themenstellung, welche die sozial-emotionale Seite der Schülerinnen und Schüler anspricht, fördern Neugier, Engagement und eigenständiges Lernen. Gleichzeitig ist der Wettbewerb so gestaltet, dass er sich unkompliziert in den schulischen Alltag integrieren lässt und damit für Lehrkräfte praxisnah umsetzbar ist. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt zudem die wertschätzende, schülerorientierte Preisverleihung, die die erbrachten Leistungen angemessen würdigt und die Schülerinnen und Schüler in ihrer Schreibentwicklung bestärkt.

All dies beschreibt wesentliche Alleinstellungsmerkmale des Schreibwettbewerbs "Tag der Handschrift".
Kurzum: Dieser Schreibwettbewerb leistet einen herausragenden und unvergleichlichen Beitrag zur Förderung des Schreibens mit der Hand. Es eröffnet damit Bildungschancen und vermittelt nachhaltig Kompetenzen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahnstärkt."

Begründung der Direktvergabe

Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist. Siehe zusätzliche Informationen.

Eckdaten

Vergabestelle
Hessisches Competence Center
Rheingaustraße 186, 65203 Wiesbaden
Art des Auftraggebers
Obere, mittlere oder untere LandesbehördeLandesauftraggeber
Erfüllungsort
DeutschlandKarte und Region: Zuordnung nach Sitz der Vergabestelle
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb
Auftragsart
Dienstleistungen
Vergaberegime
EU-weite Vergabe (oberhalb der EU-Schwellenwerte)
Rechtsgrundlage
Richtlinie 2014/24/EU (öffentliche Auftragsvergabe)VgV
Art der Bekanntmachung
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Geschätzter Wert
nicht veröffentlicht
Für KMU geeignet
nicht angegeben
Geschäftszeichen
VI-0437-2026-0003
Veröffentlicht
abgesendet Do., 16.07.2026, 10:36 Uhr MESZ
Bekanntmachung
a67b2b67-4d5e-48be-989c-ec2ee690263aVersion 1
Verfahrens-ID
d7ba29a3-9863-4124-9b55-7ed581c6db13
Nachprüfungsstelle
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt, Darmstadtzuständig für Rügen und Nachprüfungsanträge
Datenformat
eForms-Bekanntmachungeforms-de-2.1
Laufzeit
01.08.2026 – 31.07.2031

Kategorien (CPV)

Quelle Bekanntmachungsservice (oeffentlichevergabe.de) (CC0) · Bekanntmachung a67b2b67-4d5e-48be-989c-ec2ee690263a, Version 1 · bei uns aktualisiert · Stand