RAPID Hardware
Vorgesehene Vergabe
| Auftragnehmer | Angebote | Auftragswert | Zuschlag |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nicht veröffentlicht | nicht veröffentlicht | kein Wert veröffentlicht | nicht veröffentlicht |
Beschreibung
Problemstellung: Im Rahmen der interventionellen Studie RAPID im Rahmen des Projektes Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wird eine medikamentöse Intervention bei Patientinnen und Patienten mit dem Post COVID Syndrom geprüft. Diese Patientenpopulation leidet häufig an einer gestörten Funktion des vegetativen Nervensystems und einer damit einhergehenden Aktivitätseinschränkung. Die Qualität der Erfassung dieser Einschränkungen anhand von klassischen Tests, die durch einen Arzt oder eine Ärztin durchgeführt werden, ist eingeschränkt. Vorstudien haben gezeigt, dass unter anderem die Nutzung von Gesundheitssensoren (engl. sensory device) eine optimale Datenqualität ermöglicht. Grundsätzlich nutzen Gesundheitssensoren die Technik der Photoplethysmographie zur Ableitung von biologischen Signalen. Dabei ist es von großer Relevanz, ein möglichst artefaktarmes Signal zu erfassen, da es sich bei Veränderungen im Rahmen des Post COVID Syndroms um sehr subtile Änderungen handeln kann. Der äußere Gehörgang bietet diesbezüglich ideale Bedingungen, da der Sensor im Gehörgang sicher verankert werden kann und durch die Dunkelheit keine Störsignale erzeugt werden.
Zwingende Anforderungen:
Es wird zwingend ein Gesundheitssensor benötigt, der folgende Anforderungen erfüllt:
a) Vorliegen einer CE-Zertifizierung und eines für die Studie angemessenen Datenschutzkonzeptes.
b) Photoplethysmographisches Verfahren mit Ableitung über den Gehörgang und Datenübermittlung in Echtzeit
c) Aufgrund des kurzfristigen, nicht verschiebbaren Studienstarts der RAPID Studie und der Möglichkeit der Vergleichbarkeit mit Vordaten müssen Konzepte zum Datenfluss zwischen dem Anbieter und den in der Studie tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bereits vor Vergabe des Auftrags in vorhergehenden Projekten etabliert worden sein. Sollte dies nicht gelingen, würde das potentiell zum Scheitern der gesamten Studie führen.
Zusätzliche Informationen
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Markterkundung per Internetrecherche (zuletzt aktualisiert am 27.12.2023):
In Bezug auf Geräte marktführender Hersteller von Gesundheitssensoren (Dexcom, IBM Watson Health Medtronic und Philips Healthcare) ließen sich keine entsprechenden Anwendungen identifizieren. Weitere Firmen stellen Gesundheitssensoren her, die grundsätzlich in der Lage sind, die für die RAPID Studie benötigten Parameter zu Mobilität und Funktion des vegetativen Nervensystems zu messen. Die Datenübermittlung erfolgt meist jedoch nicht in Echtzeit an eine zentrale Datenbank, sondern, sondern konzentriert sich auf Einzelanwenderinnen und -anwender. Dazu gehören Apple Health, Fitbit Health Solutions und Garmin Health. Allein die Firma cosinuss° bietet jedoch die Kombination aller oben gelisteten zwingenden Anforderungen a-c. Besonders hervorzuheben ist hier die Nutzung eines Ohrsensors nach Punkt b) und die für Punkt e) relevanten Vorarbeiten. Der Gesundheitssensor von COSINUSS wurde im Rahmen des NUM mit an RAPID beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bereits für den Use Case der COVID Infektion optimiert (Remote monitoring of COVID-19 positive high-risk patients in domestic isolation: A feasibility study | PLOS ONE). Diese Optimierungen und Implementierungen haben insgesamt personelle Ressourcen und Zeitaufwände im Gegenwert von mind. 12 Personenmonaten (Personalkosten mind. 77.400 Euro) in Anspruch genommen.
Vergleich und Fazit:
Auch wenn verschiedenen Anbieter auf dem Markt Gesundheitssensoren und damit verbundene Softwareprogramme anbieten, konnten wir neben cosinuss° keine Firma identifizieren, die ein Produkt, dass alle zwingenden Anforderungen (a-c, s.o.) unter Berücksichtigung der notwendigen gemeinsamen Vorarbeiten als übergreifende Lösung für die RAPID Studie zur Verfügung stellen könnte. Hieraus ergibt sich aus unserer Sicht ein Alleinstellungsmerkmal für die Firma cosinuss°.
Tag frühester Vertragsschluss:
Eckdaten
- Vergabestelle
- Universitätsklinikum FrankfurtTheodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main
- Art des Auftraggebers
- Anstalt des öffentlichen Rechts auf LandesebeneLandesauftraggeber
- Erfüllungsort
- Frankfurt am MainNUTS DE712
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb
- Auftragsart
- Lieferleistungen
- Vergaberegime
- EU-weite Vergabe (oberhalb der EU-Schwellenwerte)
- Rechtsgrundlage
- Richtlinie 2014/24/EU (öffentliche Auftragsvergabe)VgV
- Art der Bekanntmachung
- Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
- Geschätzter Wert
- nicht veröffentlicht
- Für KMU geeignet
- nicht angegeben
- Geschäftszeichen
- 2023079
- Veröffentlicht
- abgesendet Di., 02.01.2024, 01:00 Uhr MEZ
- Bekanntmachung
- f0c87119-d92e-42eb-a6df-e042ec2ec89dVersion 1
- Verfahrens-ID
- e64c83ad-0d57-46ab-a7db-a732b2a200ac
- Nachprüfungsstelle
- Vergabekammer des Landes Hessen, Darmstadtzuständig für Rügen und Nachprüfungsanträge
- Datenformat
- eForms-Bekanntmachungeforms-de-1.1
Kategorien (CPV)
Quelle Bekanntmachungsservice (oeffentlichevergabe.de) (CC0) · Bekanntmachung f0c87119-d92e-42eb-a6df-e042ec2ec89d, Version 1 · bei uns aktualisiert · Stand