FIRE App Lizenzen
Ergebnis
| Auftragnehmer | Angebote | Auftragswert | Zuschlag |
|---|---|---|---|
| 1 | 1319407,80€ | 30.03.2026 |
Beschreibung
Beschaffungsverfahren der Berliner Feuerwehr über die Bereitstellung von FIRE Lizenzen sowie Dienstleistungen für die Pflege und Weiterentwicklung der Anwendung.
Begründung der Direktvergabe
Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist. Ein Verhandlungsverfahren ohne öffentlichen Teilnahmewettbewerb ist im vorliegenden Fall gerechtfertigt, da auf dem Markt kein realistischer Wettbewerb besteht und nur ein Anbieter in der Lage ist, die spezifischen zwingenden Anforderungen der Berliner Feuerwehr kurzfristig, technisch kompatibel und ohne systemkritische Unterbrechungen zu erfüllen. Grundlage hierfür ist, dass die Berliner Feuerwehr ein bestehendes, komplexes Anwendungssystem betreibt, das über Jahre hinweg organisationsspezifisch angepasst, erweitert und in die operative Einsatzinfrastruktur integriert wurde. Eine Fortführung und Weiterentwicklung dieses Systems erfordert die unmittelbare technische und funktionale Anknüpfungsfähigkeit an die bestehende Umgebung.
Derzeit existiert kein alternatives Standardprodukt, das ohne umfangreiche Entwicklungs-, Anpassungs- und Integrationsmaßnahmen die notwendigen Anforderungen erfüllt. Ein Anbieterwechsel würde nicht nur die komplette Reimplementierung aller individuellen Funktionen erfordern, sondern auch den vollständigen Neuaufbau sämtlicher erforderlicher Schnittstellen. Diese Schnittstellen sind für die Einsatzabwicklung, die Kommunikation, die Leitstellenprozesse und die angebundenen operativen Systeme von zentraler Bedeutung. Ihre Neuentwicklung wäre technisch aufwändig, zeitintensiv und mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen verbunden.
Darüber hinaus müssten alle Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr bei einem Systemwechsel vollständig neu geschult werden. Angesichts der Einsatzfrequenz und Personalstärke würde dies erhebliche organisatorische Auswirkungen haben und die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft unmittelbar beeinträchtigen. Die durch notwendige Umstellungs- und Schulungsprozesse entstehenden Verzögerungen und Betriebsunterbrechungen hätten direkte Auswirkungen auf die Einsatzabwicklung. Eine Nichtfortsetzung oder der kurzfristige Wechsel des Systems würde daher zwangsläufig zu Störungen im Einsatzbetrieb führen – zum Nachteil der Hilfesuchenden, deren Versorgung und Schutz verzögert würde, sowie der Einsatzkräfte, die auf verlässliche, eingespielte Systeme angewiesen sind.
Hinzu kommt, dass im Rahmen einer Angebotskalkulation notwendige Entwicklungsarbeiten, Migrationsprozesse, technische Testphasen und Integrationsleistungen umfassend zu berücksichtigen wären. Diese Arbeiten wären bei alternativen Anbietern so umfangreich, dass sie den Aufwand und die Risiken eines Systemwechsels in keinem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis stehen lassen. Ein funktionsgleiches Ersatzsystem steht kurzfristig nicht zur Verfügung. Die Fortführung mit dem bestehenden Systemanbieter ist daher die einzige technisch und betrieblich realisierbare Option.
Insgesamt liegen damit die Voraussetzungen vor, unter denen gemäß Vergaberecht ein Verhandlungsverfahren ohne öffentlichen Teilnahmewettbewerb zulässig ist, da der Auftrag aus technischen Gründen sowie dem Schutz der Kontinuität des Betriebs nur von einem bestimmten Unternehmen erbracht werden kann und echter Wettbewerb faktisch nicht besteht.
Eckdaten
- Vergabestelle
- Berliner FeuerwehrVoltairestr. 2, 10179 Berlin
- Art des Auftraggebers
- Obere, mittlere oder untere LandesbehördeLandesauftraggeber
- Erfüllungsort
- 13627 BerlinNUTS DE300
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb
- Auftragsart
- Dienstleistungen
- Vergaberegime
- EU-weite Vergabe (oberhalb der EU-Schwellenwerte)
- Rechtsgrundlage
- Richtlinie 2014/24/EU (öffentliche Auftragsvergabe)VgV
- Art der Bekanntmachung
- Bekanntmachung vergebener Aufträge oder Zuschlagsbekanntmachung – Standardregelung
- Geschätzter Wert
- 1319407,80€netto, laut Bekanntmachung
- Für KMU geeignet
- nicht angegeben
- Geschäftszeichen
- 2026-56
- Veröffentlicht
- abgesendet Di., 31.03.2026, 14:01 Uhr MESZ
- Bekanntmachung
- c56f804d-90f8-483b-893f-5341ffd9f8a2Version 1
- Verfahrens-ID
- ddb6e776-410a-47c9-97f5-38899fbc76d9
- Nachprüfungsstelle
- Vergabekammer des Landes Berlin, Berlin · Websitezuständig für Rügen und Nachprüfungsanträge
- Datenformat
- eForms-Bekanntmachungeforms-de-2.1
- Laufzeit
- 01.04.2026 – 31.12.2028
- Verlängerungen
- höchstens 22 x optionale Verlängerung um je 1 Jahr (31.12.2030)
Kategorien (CPV)
Quelle Bekanntmachungsservice (oeffentlichevergabe.de) (CC0) · Bekanntmachung c56f804d-90f8-483b-893f-5341ffd9f8a2, Version 1 · bei uns aktualisiert · Stand